Manche Berge scheinen geschaffen, um in der Erinnerung zu bleiben. Die Dolomiten des Val di Fassa und des Val di Fiemme sind so: Wande aus hellem Fels, die sich uber die Walder erheben und bei Tagesanbruch und Abenddammerung rosa leuchten, in jenem Phanomen, das man hier Enrosadira nennt. Es sind die beruhmtesten Dolomiten Ostitaliens, seit 2009 UNESCO-Welterbe, mit legendaren Gipfeln wie dem Catinaccio, dem Sassolungo, der Marmolada und den Pale di San Martino. In diesem Reisefuhrer nehmen wir dich mit, um die schonsten zu entdecken, und erzahlen dir, was jeden von ihnen besonders macht und wie weit er von unserer Region entfernt ist. Bei Italy Holiday empfangen wir Gaste im Trentino, und dies sind die Orte, die wir einem Freund auf der Durchreise empfehlen wurden, der die Dolomiten mindestens einmal sehen mochte.
1. Der Catinaccio, die Gipfel, die rosa werden
Der Catinaccio, auch unter dem deutschen Namen Rosengarten bekannt, ist ein Dolomitenmassiv aus hellen Nadeln und Turmen, das sich uber dem Val di Fassa erhebt. Sein hochster Gipfel ist der Catinaccio d'Antermoia, der die 3.000 Meter knapp uberschreitet, und zu seinen Fussen offnen sich bluhende Wiesen und Berghutten, in denen man einkehren kann. Er ist eines der Wahrzeichen der ostlichen Dolomiten und Teil des UNESCO-Welterbes.
Hier sieht man das Enrosadira am schonsten, wenn sich der Fels bei Tagesanbruch und Abenddammerung rosa und rot farbt. Eine Legende erzahlt, dass diese Berge der Rosengarten von Konig Laurin waren, dem Konig der Zwerge, der sie fur menschliche Augen unsichtbar machte, aber die Dammerung vergass: Deshalb leuchten die Wande bei Tagesanbruch und Abenddammerung noch immer auf. Nicht verpassen sollte man die beruhmten Vajolettturme und den kleinen Antermoiasee in der Hohe, erreichbar uber die Wege, die aus den Dorfern des Val di Fassa hinaufsteigen.

2. Der Sassolungo, der Riese des Val di Fassa
Der Sassolungo ist einer der unverwechselbarsten Berge der Dolomiten, eine machtige Wand, die 3.181 Meter erreicht und die Landschaft zwischen dem Val di Fassa und dem Val Gardena beherrscht. Zusammen mit dem nahen Sassopiatto bildet er eine kompakte Gruppe aus hellem Fels, ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes, von Weitem in seiner ganzen Grosse sichtbar.
Die schonste Art, ihn zu bewundern, ist die Rundwanderung, die ganz um das Massiv fuhrt, eine Strecke von etwa 16 Kilometern und einigen Stunden Gehzeit, mit Hutten zum Rasten und weiten Blicken uber die Hochflache der Seiser Alm. Es ist eine Wanderung, die einige der schonsten Panoramen der Dolomiten bietet, geeignet fur alle, die das Gehen in den Bergen gewohnt sind. Die beste Jahreszeit reicht vom Fruhsommer bis zum Herbst.

3. Die Marmolada, Konigin der Dolomiten
Die Marmolada ist der hochste Berg der Dolomiten, mit 3.343 Metern an der Punta Penia, und deshalb wird sie die Konigin der Dolomiten genannt. Sie liegt an der Grenze zwischen dem Trentino und Venetien und beherbergt den grossten Gletscher der gesamten Kette, an ihrer Nordseite. Wie alle diese Gipfel ist sie Teil des UNESCO-Welterbes.
Vom Talboden steigt eine Seilbahn auf uber 3.200 Meter, wo dich eine 360-Grad-Panoramaterrasse uber einem Meer aus Gipfeln und Eis erwartet, eines der spektakularsten Panoramen der Alpen. In der Hohe befinden sich auch ein Museum, das dem Ersten Weltkrieg gewidmet ist, der hier einige seiner hartesten Seiten erlebte, und die Madonnengrotte. Bevor du hinauffahrst, prufe die aktuellen Zeiten der Anlagen auf der offiziellen Website, denn sie andern sich je nach Saison.

4. Der Karersee, der Spiegel der Dolomiten
Der Karersee, auf Italienisch Lago di Carezza, ist ein kleiner Bergsee auf etwa 1.520 Metern, am Fuss des Latemar, entlang der Strasse des Karerpasses. Sein Wasser wechselt die Farbe von Smaragdgrun zu tiefem Blau, und wenn es ruhig liegt, spiegelt es wie ein Spiegel die umliegenden Gipfel. Deshalb ist er als der Regenbogensee der Dolomiten bekannt, einer der meistfotografierten Orte dieser Berge.
Eine Legende verbindet den See mit einer Nymphe und mit den Farben des Regenbogens, und eine Statue am Ufer erinnert noch an sie. Um den See fuhrt ein bequemer Rundweg, kurz und fur Familien geeignet, von dem aus man die Gipfel des Latemar und des Catinaccio im Wasser gespiegelt bewundern kann. Es ist ein perfekter Halt, um ihn mit einem Tag in den ostlichen Dolomiten zu verbinden.

5. Der Latemar, die Nadeln uber dem See
Der Latemar ist ein Dolomitenmassiv mit zerklufteten Graten, an der Grenze zwischen dem Trentino und Sudtirol, dessen helle Wande sich im Wasser des nahen Karersees spiegeln. Sein hochster Gipfel, der Cimon del Latemar, erreicht 2.842 Meter. Wie die anderen Berge dieses Reisefuhrers ist er Teil des UNESCO-Welterbes.
Zu seinen Fussen winden sich die Naturlehrwege des Latemarium, ein Netz von Pfaden, die fur Familien gedacht sind, mit thematischen Stationen entlang des Weges, Almwiesen und durchgehenden Blicken auf die Nadeln. Es ist ein Berg, der sich auf mehreren Ebenen erleben lasst, von leichten Spaziergangen bis zu anspruchsvolleren Touren. Die beste Jahreszeit zum Wandern reicht von Juni bis September.

6. Die Pale di San Martino, das grosse Felsplateau
Die Pale di San Martino sind die ausgedehnteste Berggruppe der Dolomiten, eine Welt aus senkrechten Wanden und Hochflachen, die sich zwischen dem ostlichen Trentino und Venetien erhebt. In ihrem Zentrum offnet sich die Hochflache der Pale, eine riesige Weite aus hellem Fels, fast mondartig, schwebend um die 2.600 Meter. Uber allem ragt der Cimon della Pala auf, der sich den 3.170 Metern nahert und das Matterhorn der Dolomiten genannt wird. Die gesamte Gruppe ist UNESCO-Welterbe.
Es ist eine Landschaft, die von einem anderen Planeten zu stammen scheint, mit Panoramawegen und Klettersteigen fur jedes Niveau und Edelweissbluten an den unzuganglichsten Stellen. Man erreicht sie in der Hohe von den Dorfern San Martino di Castrozza und Primiero aus, von wo die Anlagen und Wege zur Hochflache der Rosetta aufbrechen. Die Wandersaison reicht vom Sommer bis zum Fruhherbst.

7. Der Passo Rolle und die Baita Segantini
Der Passo Rolle ist ein Alpenpass auf etwa 1.980 Metern, eines der spektakularsten Tore zu den ostlichen Dolomiten. Von hier offnet sich der Blick auf das Amphitheater der Pale di San Martino, beherrscht vom unverkennbaren Cimon della Pala, zwischen Almwiesen, Wegen und beruhmten Skipisten. Er ist ein idealer Ausgangspunkt, um diesen Teil der Dolomiten zu entdecken.
Kurz oberhalb des Passes erwartet dich die Baita Segantini, eine historische Hutte aus den dreissiger Jahren auf etwa 2.170 Metern, neben einem kleinen See, der den Cimon della Pala spiegelt. Es ist eines der meistfotografierten Panoramen aller Dolomiten, noch schoner bei Sonnenuntergang, wenn der Fels aufleuchtet. Von hier steigt man auch zum nahen Val Venegia hinab, einem sanften Tal am Fuss der Pale.

8. Der Naturpark Paneveggio Pale di San Martino
Der Naturpark Paneveggio Pale di San Martino ist ein weites Schutzgebiet, das den alten Wald von Paneveggio, die Gipfel der Pale und das wilde Val Canali umfasst. Der Wald ist als der Wald der Geigen bekannt, denn seine Rotfichten mit ihrem wertvollen Holz werden seit Jahrhunderten von Geigenbauern fur den Bau von Musikinstrumenten gesucht.
Es ist eine Dolomitenlandschaft, die UNESCO-Welterbe ist, in der man Hirsche treffen kann, die halbwild zwischen den Fichten leben, und freie, kostenlose Wege begehen kann, tief im Wald und unter den grossen Felswanden. Es ist der ideale Ort fur alle, die die ruhigere Natur der Dolomiten suchen, abseits des Trubels. Die beste Jahreszeit fur einen Besuch reicht vom Fruhling bis zum Herbst.

Ein praktischer Tipp vor der Abreise
Viele dieser Orte andern ihre Offnungszeiten und Dienste je nach Saison, und mehrere Anlagen und Bergwege sind nur in den warmeren Monaten geoffnet. Bevor du deinen Tag planst, prufe die aktuellen Zeiten der Anlagen und den Zustand der Wege auf den offiziellen Websites, so vermeidest du Uberraschungen und kommst immer zum richtigen Zeitpunkt an.
Wo man ubernachtet, um die Dolomiten von Fassa und Fiemme zu besuchen
Diese Dolomiten sind gerade deshalb beruhmt, weil sie die Reise wert sind, und viele entdecken sie auf einem Tagesausflug. Unsere Hauptregion, das Valsugana rund um die Seen von Caldonazzo und Levico, liegt etwa anderthalb Stunden von den Pale di San Martino und vom Passo Rolle entfernt und etwas weniger als zwei Stunden vom Val di Fassa und von der Marmolada. Sie liegen nicht um die Ecke, aber sie sind ein wunderbarer Tagesausflug von einer ruhigeren Basis mit freundlicheren Preisen aus.
Das Valsugana und Trient sind genau dafur eine praktische Basis: Du schlafst in der Nahe der Seen, mit Stranden, Radwegen und guter Kuche, und brichst am Morgen zu den Gipfeln auf. Von hier fuhrt die Strasse des Valsugana direkt nach San Martino di Castrozza und zu den Pale, wahrend man uber Trient und das Val di Fiemme das Val di Fassa mit dem Catinaccio, dem Sassolungo und der Marmolada erreicht. Und wenn du die Berge noch naher magst, haben wir auch Hauser im Val di Sole und im Val Rendena, am Fuss der Dolomiti di Brenta, der anderen grossen Dolomitengruppe des Trentino.
Bei Italy Holiday empfangen wir Gaste in diesen Regionen des Trentino, in gepflegten Hausern, die so gestaltet sind, dass du dich vom ersten Moment an wie zu Hause fuhlst. Wenn du von einem Urlaub mit den Dolomiten im Programm traumst, entdecke, wo du im Valsugana oder bei Trient ubernachten kannst, und pack deine Koffer: Diese Berge warten auf dich.
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