Das Trentino ist ein Land der Walder, Taler und Berge, in dem noch viele wilde Tiere leben. Da ist der Braunbar, das Symbol dieser Berge, und dann Hirsche, Gemsen, Steinbocke und Murmeltiere. Manche kann man in Parks und Wildgehegen, die fur Familien gemacht sind, aus der Nahe beobachten, andere leben frei und lassen sich mit etwas Geduld bei einem Spaziergang blicken. In diesem Leitfaden nehmen wir dich mit zu den besten Orten, um die Tierwelt des Trentino zu treffen, von den Gehegen, die Tiere beherbergen, die nicht mehr in Freiheit leben konnen, bis zu den Naturparks, in denen das wilde Leben herrscht. Eines sagen wir gleich ehrlich: Freie Tiere sieht man nie auf Kommando, und das gehort zum Schonen dazu. Wir von Italy Holiday empfangen seit langem Gaste in diesem Land, und das sind die Orte, die wir einem naturbegeisterten Freund empfehlen wurden.
1. Heiligtum von San Romedio, die Einsiedelei des Baren im Val di Non
Das Heiligtum von San Romedio ist einer der eindrucksvollsten Orte des Trentino: funf kleine Kirchen, ubereinander auf einem Felssporn gestapelt, verbunden durch eine uberdachte Treppe mit 131 Stufen. Seine Pilgergeschichte reicht tausend Jahre zuruck und ist mit der Legende des heiligen Romedius verbunden, der, so erzahlt man, einen Baren zahmte und ihn nutzte, um nach Trient zu gelangen. Deshalb ist der Bar seit jeher das Symbol des Ortes.
Am Fuss des Heiligtums, entlang des Bachs, liegt ein Wildgehege, das einen Braunbaren beherbergt. Man kann ihn von einer Terrasse aus beobachten, ohne ihn zu storen. Das Heiligtum erreicht man mit einem kurzen Spaziergang von Sanzeno aus, im Val di Non. Beachte, dass der Zugangsweg zu bestimmten Zeiten des Jahres gesperrt sein kann: Prufe vor der Abreise die aktuellen Offnungszeiten auf der offiziellen Website.

2. Der Bar von San Romedio, eine Geschichte geretteter Tiere
Das Gehege von San Romedio ist kein Zoo im ublichen Sinne. Seit vielen Jahren nimmt es Baren auf, die nicht mehr in Freiheit leben konnen, weil sie in Gefangenschaft aufgewachsen oder aus schwierigen Lagen gerettet wurden. Der Bar, der heute hier lebt, kam nach einem langen Leben anderswo an und verbringt hier seine Jahre, in einem schattigen, von Wasser durchzogenen Raum, der weit grosser ist als die Orte, an denen er zuvor gelebt hatte.
Es ist gut, das zu wissen, denn es verandert den Sinn des Besuchs: Es geht nicht um ein zur Schau gestelltes Tier, sondern um einen versorgten Baren, der sonst nirgendwohin konnte. Ihn aus der Nahe zu sehen ist ein Erlebnis, das bleibt, besonders fur Kinder, und es erzahlt gut von der alten Verbindung zwischen diesen Bergen und dem Braunbaren.

3. Wildpark von Spormaggiore, Baren, Wolfe und Luchse der Alpen
Der Wildpark von Spormaggiore, bekannt als BELPARK, ist einer der besten Orte der Alpen, um die grossen Waldtiere aus der Nahe zu beobachten. Hier leben Braunbaren, ein Wolfsrudel, einige Europaische Luchse sowie Fuchse, Wildkatzen, Hirsche und Uhus, jeweils in grossen Gehegen, die ihren naturlichen Lebensraum nachbilden. Viele dieser Tiere stammen aus Beschlagnahmungen oder aus Lagen, in denen sie nicht mehr frei leben konnten.
Es ist ein Ort, der fur Familien gemacht ist: Neben den Gehegen gibt es einen Lehrbauernhof, einen Spielplatz und einen Weg, der hinauf zum Castel Belfort fuhrt. Er liegt in Spormaggiore, zwischen dem Val di Non und der Hochebene der Paganella. Die Offnungszeiten und -tage andern sich mit den Jahreszeiten, daher lohnt es sich, vor dem Besuch die aktuellen Informationen auf der offiziellen Website zu prufen.

4. Naturpark Adamello Brenta, das Reich des Braunbaren
Der Naturpark Adamello Brenta ist das grosste Schutzgebiet des Trentino, uber 600 Quadratkilometer zwischen den Bergen des Adamello und den Brenta-Dolomiten, ein UNESCO-Gebiet. Hier wurden zwischen Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre einige Braunbaren im Rahmen eines Schutzprojekts freigelassen: Von dieser kleinen Gruppe stammt die heutige Barenpopulation der Zentralalpen ab.
Neben dem Baren leben im Park auch Hirsche, Gemsen und Steinbocke, die sich frei zwischen Waldern, Weiden und Gipfeln bewegen. Hier gibt es keine Gehege: Die Tiere sind wirklich wild, und gerade deshalb ist es nie sicher, sie zu erspahen. Am besten wandert man bei Morgen- oder Abenddammerung in Stille, oder nimmt an den gefuhrten Touren des Parks teil, bei denen Menschen, die die Berge kennen, helfen, Spuren und Zeichen der Tiere zu lesen.

5. Park von Paneveggio, die Hirsche des Geigenwaldes
Der Naturpark Paneveggio Pale di San Martino huttet einen der beruhmtesten Walder Italiens: den Wald von Paneveggio, Geigenwald genannt, weil seine Rotfichten mit ihrem besonderen Holz seit Jahrhunderten von Geigenbauern gesucht werden, um Musikinstrumente zu bauen. Zwischen diesen Baumen leben die Hirsche, die wahren Stars des Parks.
In der Nahe des Besucherzentrums gibt es ein grosses Wildgehege, in dem eine Gruppe Hirsche unter fast naturlichen Bedingungen lebt, auch mit Kindern uber einen kurzen Spaziergang leicht zu erreichen. Doch der bewegendste Moment ist der Herbst: Zwischen Ende September und Anfang Oktober lassen die Hirschmannchen ihren tiefen Ruf horen, die Brunft, und der Park organisiert gefuhrte Abendtouren, um sie im Herzen des Waldes zu horen. Er liegt im ostlichen Trentino, in Richtung Rollepass und San Martino di Castrozza.

6. Nationalpark Stilfser Joch, Murmeltiere und Hochgebirgsfauna
Der Trentiner Teil des Nationalparks Stilfser Joch umfasst das Val di Peio und das Val di Rabbi, eine noch unberuhrte Natur, die von den Waldern bis zu den Gletschern des Ortles-Cevedale-Massivs aufsteigt. Es ist einer der besten Orte des Trentino, um die Hochgebirgsfauna zu treffen, und das am leichtesten zu sehende Tier ist das Murmeltier: Es gibt zahlreiche Kolonien, und im Sommer hallt sein schriller Pfiff oft uber die Weiden.
Steigt man hoher, kann man mit etwas Gluck auch Gemsen und Steinbocke zwischen den Felsen erspahen, wahrend in den tieferen Waldern Hirsche, Rehe und Fuchse leben. Die Besucherzentren von Peio und Rabbi helfen, den Park zu entdecken, und in Peio Fonti gibt es ein Wildgebiet. Auch hier gilt die Regel der wilden Natur: Sichtungen sind nie garantiert, aber ruhig zu wandern und die Augen offen zu halten erledigt den grossten Teil der Arbeit.

Wo man wohnt, um die Natur des Trentino zu entdecken
Wenn du dir die Karte dieser Orte ansiehst, fallt auf, dass sich die Tierwelt des Trentino vor allem im Norden und Westen von Trient konzentriert: das Val di Non mit San Romedio und Spormaggiore, die Brenta-Dolomiten des Adamello Brenta-Parks und weiter weg die Taler des Stilfser Joch und von Paneveggio. Von unserer Gegend im Valsugana, rund um die Seen von Caldonazzo, Levico und Calceranica, sind die meisten dieser Orte fur einen Tagesausflug erreichbar, mit Trient als praktischem Durchgangspunkt.
Gerade dafur ist es ein idealer Ausgangspunkt: Morgens brichst du zu den Parks und Wildgebieten auf, und abends kommst du wenige Minuten vom Wasser entfernt zuruck, zwischen Strand und Bergen. In einem einzigen Urlaub kannst du deinen Kindern einen Baren am Heiligtum zeigen, im Herbst die Brunft der Hirsche horen und auf den Hochweiden Murmeltiere suchen.
Wir von Italy Holiday empfangen Gaste genau in dieser Gegend, in Hausern, die so gemacht sind, dass du dich vom ersten Moment an wie zu Hause fuhlst. Wenn du von einem Urlaub zwischen Natur und wilden Tieren traumst, entdecke, wo du in der Nahe der Seen des Valsugana wohnen kannst, und brich auf, um die Tierwelt des Trentino zu entdecken: Sie wartet auf dich.


